Spuren der Zeit

Salve,

allen Lesern und Interessierten.

 

Zwei  Monate ist es her, seitdem ich meinen letzten Beitrag online veröffentlichte; in der digitalen Welt   absolut lächerlich.

Dabei waren die letzten zwei Monate alles andere als zum Lachen, denn die hatten es richtig heftig in sich.

 

Mit Ende März  hatten wir den Plan “unter Dach und Fach”.  Also genau genommen waren wir uns mit der Dachform noch nicht einig, aber das sieht man auf dem Plan eben nicht.

 

 

Und dann begann der Hürdenlauf mit den Ämtern.

 

Die Wasserwirtschaft befand, dass wir im Hochwasserschutzgebiet sind, in der ersten Stellungnahme sogar in der roten Zone,  in der nicht gebaut werden darf.
Glücklicherweise sind wir “nur” in einem “Hinweisbereich” des Emmebach. Wir können bauen, wenn auch mit Auflagen, und etwas erhöht. Viele Telefonate und Mails, einen Vorort- Termin und unzählige Stunden konnten das Problem zumindest rechtlich eingrenzen. Nach einem getrennten Ansuchen und Verfahren der BH können wir bauen, wenn auch mit Auflagen und etwas erhöht vom Bodenniveau. 

Durch die OIB-Richtlinien ( Schallschutz, Brandschutz … ) sind weitere Anpassungen und Auflagen erforderlich, …  eine erneute Planänderung,  Rücksprachen über Techniken und Materialien, zusätzliche Berichte und amtliche Stellungnahmen. Auch hier ist eine Lösung entstanden.

Verhältnismäßig einfach waren die Termine auf der Gemeinde, wo wir wohlwollende Unterstützung finden. ( … )

Dafür hat die Baubehörde für unzählige schlaflose Nächte gesorgt. Die “einfachen Probleme”  waren nur der Auftakt: Themen wie zum Beispiel: behindertengerecht,  Be- und Entlüftung,  Heizsystem, Zufahrt, Parkplätze, …  konnten wir mit etwas “Fleiß und Spucke” unterbringen.

Weitere Schlafbeschwerden brachten die Hygienevorschriften, allen voran die WCs . Zum  Thema standen die Anzahl und die Zuordnung für Mädels, Buben und Große und auch die Platzierung der Waschbecken. Noch mehr Kompromisse und Dokumente…

Aber wesentlich härter hat uns die Information getroffen, dass wir doch der Schulbauverordnung unterliegen.    Dadurch kommen sehr strenge Auflagen zum Tragen;  unter anderem:

  • die Schüleranzahl beschränkt sich auf das Raumvolumen und auch auf die Fensterfläche der Klasse,
  • spezielle Räume erfordern spezielle Einrichtung, wie Physik- oder Chemiesaal, …
  • selbst ein Musikzimmer und ein Computerraum sind Teile der Verordnung…
  • Auflagen bei WC, Heizung, Wasseraufbereitung
  • Die Schulbauverordnung forderte uns in vielerlei Hinsicht, mit kreativen Ideen und vielen Gesprächen geht es auch hier weiter… 

Im Vergleich zu der “Sturmflut der Schulbauverordnung” war der Weg zum Energieausweis ein “Glas Wasser”, dank großer Unterstützung mit sozialer Einstellung eines Wohltäters aus Koblach

Ende April war der Informationsabend für die Nachbarn, der Informationsabend für die Eltern Mitte Mai.

Dazwischen haben wir die Einreichpläne abgegeben und das Schulgelände am Gartentag gepflegt.

Parallel dazu erfolgte die Fertigstellung der Informationsblätter für den Bau ( Flyer), womit wir unser Projekt auch mehr unter die Mitmenschen bringen können.

Die ÖBB als angrenzender Nachbar ist sehr zuvorkommend und setzt  keine neuen Hürden, zumindest wenn man Rechtsanwalt ist und die Vertragsbedingungen versteht. Normalsterbliche wie ich brauchen etwas mehr Geduld um zu lesen, warum das alles seine Richtigkeit hat.

Weiter Verträge sind im Entstehen, wir wollen den großzügigen Grundstückseigentümern ( Helga und Otto ) jede erdenkliche Sicherheit bieten und den wechselnden Vereinsmitgliedern keine unnötigen Existenzängste aufbürden.

Noch nicht erwähnt habe ich das umfangreiche Finanzierungskonzept, was sicher daran liegt, dass ich nur die Oberfläche erfahre, aber mit meiner Vorstellungskraft eine Ahnung habe, wie viel Aufwand dahinter steckt.

Derzeit stecken wir noch voll im Angebots- und Preisvergleich.
Das Wesentliche, der Holzbau, ist bereits geklärt, Elektrik und Belüftung bedürfen der Feinabstimmung, Sanitär und Heizung sind noch ein Chaos. Vieles andere ist im Entstehen.

 

Nicht vergessen sollten wir das Spielefest, das mit grandioser Stimmung samt Musik bei fabelhaftem Wetter und überladenem Buffet, Eis, Büchern, unzähligen Kindern und fleißigen Eltern ein weiterer Höhepunkt des Schuljahres wurde.

 

Mit erfolgreicher Bauverhandlung  am 03.06.16  ist der amtliche Hürdenlauf auch weitgehendst abgeschlossen. ( Ich sagte: “Amtlicher Hürdenlauf”, denn was jetzt folgt,  ist der “Rechtliche Marathon”,  mit dem wir geduldig alle Auflagen erfüllen, dokumentieren und absegnen werden… )

 

Diese Herausforderung haben wir gestemmt, gemeinsam.

 

 

Hier beende ich meine inoffizielle Zusammenfassung der letzten Wochen. Viele Informationen dieser Zeit findet Ihr auch auf den Inhaltsseiten dieser Internetseite.

 

 


 

 

aizoon-maennlein-giessenfrohes Schaffen

wolfgang

Nachtrag: das Wort “schaffen” und der Dialekt -Ausdruck “schaffa” haben verschieden Bedeutungen, “schaffen” (etwas künstlerisch oder handwerklich erzeugen) und “erschaffen” (durch eigene kreative Kraft entstehen lassen) sind doch etwas anderes als “schaffa” ( arbeiten bis zum Umfallen). ( frei nach https://de.wiktionary.org/wiki/schaffen )

Der lateinische Gruß Salve bedeutet „Heil, Gesundheit, Ganzheit“, ist also ein Segensgruß, der direkte Unversehrtheit bedeutet und wünscht. ( Quelle: Wikipedia )