Wege zur Qualität, dritter Teil

Kinder sind keine Investition, … die man nach 18 Jahren wieder zurückfordern kann.   …   Ich bezahle nicht mein Kind, sondern das Umfeld Schule, damit mein Kind eine Bildung bekommt.

gekürztes Zitat von Jakob Fuchs, aus dem Vortrag am Freitag,  4. März 2016

 

Für alle, die noch nicht auf der Internetseite von ” Wege zur Qualität” waren, wird es höchste Zeit  zum Nachlesen , und keine Sorge, ich warte solange hier.

 

Eine Schule ist eine Zusammenarbeit von Kindern, Pädagogen, Eltern, und Ämtern.  Ein System.  Eine Struktur. Mit Qualitätsmanagement. Ohne Werkstücke, nur mit Menschen.

 

Wege zur Qualität,

ist ein Schema, das uns hilft, Menschen anstelle von Zahlen in einem System zu sehen.

Im Kern steht die Zwölfheit. Zwölf Gestaltungsfelder mit Faktoren, die die Qualität bestimmen.

 

( Für die, die vorhin nicht auf der Internetseite von Wege zur Qualität waren, kopiere ich die Überschriften mal hierher … so schnell kommt Ihr mir nicht davon … )

1. Aufgabenstellung
2. Eigenverantwortung
3. Können
4. Freiheit
5. Vertrauen
6. Schutz
7. Finanzieller Ausgleich
8. Verantwortung aus Erkenntnis
9. Individuelle Entwicklung
10. Gegenwartsgemäßes Handeln
11. Individualität und Gemeinschaft
12. Gemeinschaft als Schicksal

 

gestaltungsfelder

Ich will hier niemanden mit den Wiederholungen der Inhalte langweilen ( in Wahrheit habe ich selber erst einen Bruchteil der Inhalte verstanden … )  und lieber ein paar Erinnerungen, Zitate und eigene Interpretationen zu verschiedenen Abschnitten wiedergeben.

 

Alles beginnt mit der Aufgabe, in ihr spiegeln sich der Impuls und die Tatkraft . Die Aufgabe ist die Ouvertüre zu einem nicht endenden Werk.  Aus der Aufgabe erwachsen Zuständigkeiten.  Es sind dann wir Menschen, die in Eigenverantwortung einen Beitrag leisten. Und immer im Einklang mit  der  Aufgabe,die zu Beginn besprochen wurde.

Aus dem eigenständige Handeln der Menschen entstehen das Können (die Aufgabe zu erfüllen ) und die Fähigkeit, um am höchsten Punkt angelangt, freigesprochen zu werden und  die Freiheit zu haben, in der Aufgabe aufzugehen.

Das klingt jetzt sehr theoretisch,  in der Praxis denken wir kaum darüber nach. Da heißt es nur: “Was gibt es zu essen?”Machst Du es oder soll ich?” “Bei Dir brennt’s immer an, ich mach schon!” “Perfekt, ich kümmere mich dann um die Wäsche.” … Aufgabe, Eigenverantwortung, Können, Freiheit … im Alltag gelebt …

Eine Stütze ist es, Vertrauen zu schenken, um damit Raum für Zusammenarbeit zu öffnen. Die Zusammenarbeit braucht Vereinbarungen, Verträge, als  Schutz für alle, die sich der Aufgabe verpflichtet haben.

Auf gleicher Höhe wie die Aufgabe steht der finanzielle Ausgleich, er hält die Balance . Da alles mit der Aufgabe beginnt, dient das Geld als  “Gegengewicht” zur Aufgabe.  Wesentlich ist dabei, dass die Aufgabe immer im Vordergrund steht, und den Geldfluss förmlich anzieht,  niemals soll das Geld über den Menschen entscheiden.

Auch wieder ein Haufen gebündelte Theorie und im Alltag wird es bereits weniger gelebt. Ich behaupte mal, wer “Vertrauen, Schutz und finanziellen Ausgleich” anwendet, hat es mit seinem Partner harmonischer.  Wenn ich jetzt den begonnenen Vergleich weiterführe: “Wird’s was mit dem Essen?” “Aber ja doch, kennst mich ja.” “Oh ja.. “ ( … halt …  wir vertrauen in diesem Beispiel! ) ” ” Kannst bitte mal kosten? ”  “Klar doch, ahh gut,  vielleicht etwas Salz?.” ( Schutz: einerseits sind Verträge ein Schutz,  andererseits auch das Einbeziehen aller Beteiligten, gelebte Verträge sind der beste “Schutz” )  ” Aha, kommt alles aus dem Bio-Laden? Warum kaufst du immer so teuer ein?” “Für unser Essen nehme ich nur das Beste. Und da nicht mehr Geld nachkommt, gibt’s  heute nur Wasser zu trinken.” “Klingt gut für mich.” ( Spätestens an diesem Punkt verstehen wir, dass es im Familienleben schwierig ist, alle Punkte respektvoll zu durchleben, um wie viel schwieriger ist es dann wohl in einem Verein. )

Das war die obere “Hälfte” der Zwölfheit. Zusammengefasst und gebündelt, in meinen Worten und nach meinem derzeitigen Verständnis.

Mit etwas  Bedauern beende ich hier meinen Blogeintrag  “Wege zur Qualität”.  Weitere Aufgaben warten auf mich.  Dieses Thema soll zuerst keimen, um es später wieder aufzugreifen und weiterzuführen.

 

Der nächste Eintrag wird lustiger: Ein kleiner Spaziergang durch die neue Familienschule.

 

 

 

 

faizoon-maennlein-giessenrohes Schaffen

wolfgang

 

 

Nachtrag: das Wort “schaffen” und der Dialekt -Ausdruck “schaffa” haben verschieden Bedeutungen, “schaffen” (etwas künstlerisch oder handwerklich erzeugen) und “erschaffen” (durch eigene kreative Kraft entstehen lassen) sind doch etwas anderes als “schaffa” ( arbeiten bis zum Umfallen). ( frei nach https://de.wiktionary.org/wiki/schaffen )