Alltagsgestaltung in der Familienschule

 

Die „Sprösslinge“ werden in altersgemischten Gruppen unterrichtet. So dürfen die Kleinen schon ein bisschen mitlauschen, was die Großen so machen, und die Großen dürfen schon Gehörtes vertiefen. Die SchülerInnen haben die Möglichkeit, durch all die Jahre bis zum Pflichtschulabschluss (8. Klasse) an der Familienschule begleitet zu werden.

Die SchülerInnen teilen sich in altersgemischte Gruppen, die zu bestimmten Zeiten zu einem großen Ganzen zusammenfinden; so etwa in den Pausen und zu den Festen im Jahreskreis

 

Epochenunterricht und weitere Fächer

Den Hauptunterricht gestalten KlassenlehrerInnen vor dem ganzheitlich lebendigen Hintergrund der Waldorfpädagogik. In den Gruppen können Antworten auf die Bedürfnisse der sich entwickelnden SchülerInnen gesucht werden. Fachlehrer verstärken die Schule mit den lebenden Fremdsprachen Englisch und Französisch ab der ersten Klasse. Weiters werden Lernenden mit Handarbeiten, Werken, Gartenbau, Sprachgestaltung und Eurythmie begleitet.

Das musikalische Element hat einen täglichen Platz im Morgenkreis – zum Beispiel in Form von Singen und Blockflöte spielen. So werden die SchülerInnen in einem künstlerisch gestalteten, ritualisierten und rhythmisierten täglichen Miteinander durch die größeren Rhythmen der Jahreszeiten getragen.

 

Jahreszeitenfeste

Viel Freude bereiten unserer Schulgemeinschaft die Feste des Jahreskreises, die wir mit unseren SchülerInnen und ihren Familien gestalten und feiern, wie zum Beispiel das Michaelifest, das Martinsfest, das Adventgärtlein, Weihnachtsspiel, Dreikönigsfest, Ostern, Johannifest und das Spielefest.

Sie lernen nicht nur mit Kopf und über alle Sinne, sondern im Sinne einer ganzheitlichen Pädagogik im Wesentlichen auch mit Herz und Hand. Im Rechnen in der Unterstufe beispielsweise werden die Einmaleins-Reihen so gelernt, indem wir sie zuerst miteinander chorisch sprechen, rhythmisch mit den Füßen stampfen und mit den Händen klatschen, bevor sie in ein künstlerisch gestaltetes, unliniertes Heft gemalt werden und es mit dem Kopfrechnen losgehen kann…

 

Waldnachmittag

Der wöchentliche Waldnachmittag ist im Stundenplan der Unterstufe fest verankert, wir scheuen kein Wind und Wetter!

So dürfen wir einiges erleben und entdecken, unter anderem: edle Steine in der Kalkofenhöhle, alte Schätze in der Burgruine Neuburg, geheime Wege durch die Örflaschlucht, Schutz im Tipi bei Arbogast, Schnee im Wald von Viktorsberg, Bärlauch und Baumharz an sonnigen Hügeln, und von 60 Kinderhänden selbst gepressten sekundenfrischen Apfelmost im Schulgarten. Dort wird in den Pausen das „Kinder-Gasthaus-Sonnenschein” bewirtschaftet, während andere Schülerinnen und Schüler auf Bäume klettern, auf einer Slackline balancieren üben oder Fußball spielen.

Was wohl dieses Schuljahr für Abenteuer bringen wird…