Spaziergang durch den Neubau

 

Während der Schulerweiterung 2016 haben wir einen “Baublog” gestaltet. Eine kleine Auswahl der Beiträge wollten wir erhalten. (Wachsende Familienschule)

Spaziergang durch den Neubau” erschien in 2 Abschnitten, am 30.03.16 und am 26.06.16.

Die Grundsteinlegung war am 01.07.16, die Schulanfangsfeier am 29.08.16.

Vom Eingang zur Küche

Meine Damen und Herren, Mesdames et Messieurs, ladies and gentlemen, isch präschentiere Ihnen mit Schtolz, … ähm…

Mit besonderer Freude lade ich alle Interessierten zu einem kleinen literarischen Rundgang durch das möglicherweise bald gebaute neue Schulgebäude unserer wachsenden Familienschule ein.
Deshalb schließen Sie die Augen, Mesdames et Messieurs, und genießen Sie die Vorstellung:

Zugang

Munter im Tratschen vertieft, setze ich meine ersten Schritte auf den Kiesplatz der Familienschule.
Mit einem Blick erfasse ich einen kräftigen Apfelbaum in einer grünen Wiese, die nahtlos in ein heimeliges Holzhaus übergeht. Die grüne Fläche ist geborgen zwischen einem Holzschuppen und zwei Wänden eines Holzhauses, …
davon leuchtet eines in frischem Holz, …
das andere ist verwittert und zeigt die Spuren des weisen Alters.

Meine Augen ruhen nicht, sie suchen das Fenster zum Klassenzimmer, …sehe ich Schemen? …Sehe ich Kinder?… Meinen …?

Ich lenke meine Schritte nach links Richtung Holzschuppen und folge dem schmalen bekiesten Zugang mit den “Hüpfsteinen”, vorbei am Schuppen und all seinen Geheimnissen und stehe unvermittelt vor dem neuen Gebäude.

Typisch Mann, der ich bin, übersehe ich den mit Blumen geschmückten Eingang, übersehe die Holzbank mit den Gummistiefeln und das vergessene Pausenbrot und schweife mit meinem Blick über den Holzrost, der beide Gebäude verbindet.

Wir müssen noch etwas warten, bevor wir das Gebäude betreten können.
Zeit genug, um den Gemüseacker zu bemerken und in der Krone der alten Kastanie nach Spuren unserer Kinder und der Herkunft des Vogelgezwitschers zu suchen…

Denn jeder Schritt zum Eingang beeinflusst das Wohlempfinden im Gebäude. (Ein Zitat von mir, leider hören so wenige auf mich.)

Wir haben uns in den Planungsgesprächen über unzählige Faktoren Gedanken gemacht. Faszinierenderweise waren die Diskussionen über den Außenbereich, welcher unmittelbar auch der Zugangsbereich ist, am hitzigsten.

Es war im Gespräch, ein zentrales Lehrerzimmer hier zu platzieren, was einer Portierhütte, ja einer Wachhütte geglichen hätte.
Wir haben über einen gemeinsamen Zugang genauso verhandelt wie über die WCs auf der Eingangsseite.
Das Vordach war mal riesig und ein andermal gar nicht vorhanden.

Aber sehr schnell war klar, dass der Schuppen, die Bäume, die Grünfläche und auch der Gebäudestil erhalten bleiben und dass nicht nur im Gebäude eine Verbindung zwischen beiden Bauwerken erforderlich ist.

Eingang

Heute bin ich der Hahn im Korb, unter all den Müttern, die ihre Kinder abholen.
Wir stehen unter dem kleinen Vordach zusammen und können durch die Eingangstüre die Garderobe mit all den Schuhen und Jacken sehen, ich glaube sogar, dass am Ende des Ganges die grüne Wiese hinter der Schule zu erkennen ist.

Und da kommen sie, unsere jungen Rabauken.
Eine Schar tuschelnder Mädchen aus dem Gruppenraum, … eine müde wirkende Gruppe Jungs aus dem neuen Klassenraum, … darunter mein Sohn, … er sieht mich, …
ein Grinsen, …
ein stolzes Heben der Brust, …
ein Aufblitzen von Schabernack in seinen Augen.

Ich muss noch in die Küche Essensreste abholen.
Dafür wende ich mich nach links, vorbei an WC und Lehrerzimmer zum Gruppenraum.

Ich komme beruflich immer mal wieder in neue Häuser. Das ist gut, um ein Gefühl für die Menschen zu bekommen, die darin wohnen.
Dabei sind drei Räume entscheidend. Die Küche, der Eingang und die WCs. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich man 2m2-WCs bauen kann. Mich erstaunt es noch viel mehr, wie sehr der Stil dieser Räume den Charakter der Bewohner wiederspiegelt.

Kein Raum im Plan wurde so oft verschoben wie die WCs.
Erst waren sie vorne zum Eingang: Pausenhof und Klogestank, das ging dann schon gar nicht. Dann drehte es sich im Kreis: Mitte, hinten, vorne, links,… halt, ja da bleiben sie jetzt auch, neben der Garderobe, wo sie auch hingehören. Ein kleines Fenster zum Lüften und möglichst im zweckdienlichen schlichten Stil wie der Bestand.

Das Lehrmittel- und Lehrerzimmer hat ähnliche “Wanderschaften” hinter sich.
Vom kleinen Nischendasein zum großen Lehrerzimmer, mal zusammen mit Technik und Heizung, mal nur als Durchgang oder als Schrank.
Selbst ein zentrales “Wächterhaus” war ein Diskussionspunkt. Geblieben ist ein kleines Zimmer, zentral gelegen für eilige Erledigungen, groß genug für eine kurze Privatsphäre, zu klein für ein Sofa.

Überraschend hat sich die Kombination aus Gang und Garderobe erst recht spät in dieser Form entwickelt.
Nachdem klar war, dass wir zwei Eingänge brauchen, einer im bestehenden und einer im neuen Schulgebäude, setzten wir unseren Fokus auf die Garderobe.
Die Größe und die Form muss den Kindern gerecht werden, sowohl geborgen aber nicht beengend. Ursprünglich hatten wir keinen Gang, die Räume sollten flächensparend angrenzen. Wir haben uns verbogen, gedreht und gewunden, bis Helmut diesen Gang eingezeichnet hat.
Mit einem Mal war klar, was fehlte, das verbindende Puzzleteil!

Gruppenraum

Mit wenigen, gedankenverlorenen Schritten bin ich im Gruppenraum, eine kompakte Bauweise hat schon Vorteile. Das große Fenster auf der linken Seite in den Garten ist geöffnet, die frische Luft erfüllt den Raum.

Ich sollte eigentlich schnurstracks zur Küche gehen, aber jahrelange Erfahrung als Ehemann lenken meine Gedanken davon ab und meine Augen suchen Bekannteres…
“Ach ja, den Zaun zum Nachbarn sollten wir besser gestalten, der sieht nicht so toll aus… ”
Essen ist keines mehr da.” Das war Kamala, lächelnd, mit müden Augen: “Die Kinder haben alles aufgegessen, auch den Salat.”

Kamala verstaut gerade die Sitzpolster im Wandregal, … mit Lächeln erinnere ich mich, wie es zu dem Vorschlag kam. Ich helfe ihr, …
wortlos, …
die Stimmung im Raum hallt von fröhlichem Kindergelächter und sanfter Musik wieder.

Apropos Musik, wir schließen die beiden großen Flügeltüren zum Klassenraum, denn heute war Probe für die nächste Schulfeier. Dann wird der Gruppenraum zur Bühne und mit dem Klassenzimmer zur Aula.

Ich frage mich immer wieder, wofür die großen Fensterfronten nach Süden dienen sollen. Im Sommer braucht es einen Sonnenschutz, die Fenster und die Aussicht sind verdeckt. Im Winter, wenn im Raum das Licht brennt, braucht man einen Einsichtschutz, die Fenster und die Aussicht sind verdeckt. Vollkommen irrwitzig wird es, wenn der einzige Standort für den übergroßen Fernseher vor dieser Fensterfront ist. Von innen Mattscheibe, von außen Kabelsalat…

Rückblickend gestehe ich, dass wir in den Planungsgesprächen oft aneinander vorbeigeredet haben; am stärksten bei den Fenstern. Eine Ausrichtung zur Sonne, Osten oder Süden, kam absolut nicht in Frage, zu schnell würden die Räume aufheizen, vor allem dann, wenn es lieber kühl sein sollte. Aber hell muss es schon sein im Unterricht. Mehr Oberlichter sind zwar gut aber teurer, und wo bleiben dann die Fenster in den Garten? Was jetzt? Aber ja doch, Fenster sind ja nicht nur für den Lichteinfall gut, es sind auch Verbindungen nach draußen, wer sitzt schon gerne im geschlossenen Raum.

Im Gruppenraum haben wir uns für eine zurückversetzte Fensterfront entschieden, dadurch bleibt die Mittagssonne draußen, der Blick in den Garten vorhanden, Platz für eine kleine Holzterrasse und als ob wir es nicht auch bedacht hätten, der Raum bleibt symmetrisch. Etwas größer als früher, klein genug für einen geborgenen Kreis.

Zwei weitere Punkte waren dauerhafte Themen, die großen, schalldichten Verbindungstore zum Klassenraum und die eingegliederte Küche.

Küche

Da ich praktisch schon mit einem Fuß in der Küche stehe, nehme ich die Kuchenform in die eine und die Salatschüssel in die andere Hand. Das Geschirr ist schon sauber, aber im Spülbecken glaube ich Wasserfarbenreste zu erkennen.

Im Umdrehen werfe ich noch einen Blick in den Garten hinter der Küche und sehe bereits unser nächstes Projekt: “den Gemüsegarten im Hang” vor meinem geistigen Auge, als eine alte Bekannte in mein reales Blickfeld tritt. Sie sieht mich, … kommt auf mich zu, …
und umarmt mich, … lange …
So stehe ich da, fest umarmt, mit der Kuchenform in der einen und einer Salatschüssel in der anderen Hand.

Ich sehe die Küche als das “Herz” eines Hauses, hier pulsiert das Leben, hier läuft alles durch. In jedem anderen Raum bekommt man ab, was in der Küche geschaffen wurde.

So klein und unscheinbar unsere neue Küche auch wirken mag, sie wurde heiß “gekocht”. In meiner Erinnerung war es auch der “Raum”, den Helga am heftigsten verteidigte.

“Die Küche muss leicht von der Klasse erreichbar sein, wir brauchen Wasser zum Malen und für Tee, … nein, da wir sonst kein Wachbecken haben, muss es näher sein … vielleicht muss auch jemand zum Essen sehen … von da kann ich es nicht im Auge behalten … mal kurz einschalten ja, aber länger wegbleiben …. nein … . Die Küche muss Platz für Kochen in der Mittelstufe bieten! … Könnt Ihr euch vorstellen, wie das mit 10 Kindern in dem engen Raum machbar sein soll? … “

Auch wenn meine Zitate ein schwacher Ersatz zu Helgas Beitrag sind, bleibt die Gewissheit, eine praktische Lösung erarbeitet zu haben.

Die letzte Änderung im Plan war die Türe von der Küche zum Klassenraum.

Von der Küche nach Hause

Klassenraum

Mit meiner “Mäuschenstimme” bedanke ich mich für die herzliche Begrüßung… und flüchte durch die Türe in das Klassenzimmer. “Uff!”

Ich atme tief durch und glotze in den Raum. Ja richtig, ich glotze,… meine Gedanken sind Bilder,… Bruchstücke von Varianten und Ideen, wie eine anthroposophische Raumgestaltung auszusehen hat.

Meine Gesichtsausdrücke müssen wohl theaterreif sein, denn Helga sieht mir lächelnd zu.

Anstelle einer liebevollen Bemerkung, wie schön die Wandtafel bemalt ist, stammle ich: “Sind die Oberlichter in Ordnung so? Heizt die Sonne zu stark?” Ich registriere, wie sie stutzt, bevor sie sagt:
“Kannst du Bettina einen schönen Gruß ausrichten, das Essen war köstlich, die Kinder konnten nicht aufhören, ich glaube es ist nichts mehr da.”… “Natürlich, gerne…”

Jetzt bin ich es, der sprachlos dasteht,… bereitwillig abgelenkt von einem Vogel, den ich durch die geöffneten Fenster sehen kann.

Samuel erscheint an der Türe zum Gang….
“Papa!”…
Ich hebe die Kuchenform etwas,… halte sie ihm entgegen. So schnell er auftauchte, so schnell ist mein Sohn wieder hinter der Türe verschwunden.

Hier muss ich wirklich passen, ich habe keine Erfahrungen mit Klassenzimmern. Während der Projektentwicklung kamen sehr viele Themen auf, aber am meisten prägten die Richtlinien der Schulbauverordnung.

Da der Klassenraum ein grundlegender Raum des gesamten Neubaus ist, haben wir uns auch immer wieder gedanklich damit befasst.

Wir haben uns lange damit auseinandergesetzt, dem Raum eine anthroposophischen Würze zu geben, doch niemals konnten wir den entstandenen Beigeschmack auflösen.

Ob es nun an den vielen Köchen lag, die alle gute Ideen hatten, oder einfach nur daran, dass ein schlichter Raum auf die einfache Art zubereitet erfüllender ist,… ich weiß es nicht,… geblieben ist ein gut bekömmlicher Raum, mit allem, was wir täglich brauchen.

Lange nachdem wir mit der Rohform des Raumes einig waren, diskutierten wir noch über die Dachform und die Beleuchtung. Zu dem Flachdach führte uns eine Kompromisslösung, zu den Oberlichtern das Bedürfnis nach natürlichem Licht, die LED-Paneele bieten ein optimales Raumlicht.

Foyer  ( der Eingang aus einem anderen Blickwinkel )

Da Helga gerade in ein Gespräch verwickelt wird, verkrümmle ich mich durch die Klassenzimmertüre in den Gang. Zuerst unentschlossen bleibe ich stehen,… dann ein paar Schritte nach links, zur Seitentüre in den Garten. Unter dem Vordach steht die Handpumpe des Brunnens, an derselben Stelle wie früher, als hätten wir das gesamte Gebäude an den Brunnen angepasst. Hinter dem Vordach wächst noch der Bambushain und im Hain mein Sohn. “Hier? Er war doch gerade noch… , naja, Zeit zu gehen… “

Weit komme ich nicht. Drei Schritte bis zur Verbindungstüre zum ersten Klassenraum. Der von rechts kommende hat Vorrang, das wäre dann Helga. Obwohl geschäftig, immer noch lächelnd. Nochmals drei Schritte und ich stehe neben dem Lehrer- und Lehrmittelzimmer.

Kamala, beladen mit Schulunterlagen, steuert auf die geschlossene Türe zu. Nett, wie ich mich gebe, öffne ich sie natürlich sofort. Mit dem Ellenbogen, denn die Kuchenform ist in der einen und die Salatschüssel in der anderen Hand.

Ich habe so den Verdacht, dass wir uns während der Planung und Entwicklung gar nicht bewusst waren, wie essentiell dieser Bereich sein wird. Dieser Raum hat 8 Türen. Ein Dreh- und Angelpunkt oder wie der Ursprung des Wortes Foyer besagt: “Herd, Brennpunkt”.

Dieser Bereich ist entstanden, um das Bestehende mit dem Neuen zu verbinden, und das tut es, in jeder Hinsicht.

Wir standen Anfang Juni auf der Wiese, genau dort, wo dieser Raum sein sollte, und haben bereits die Wandfarben besprochen. Wir haben gedanklich die Türen geöffnet und sind den imaginären Kleidungstücken auf dem Boden ausgewichen. Wir haben den Raum belebt, noch bevor er gebaut ist.

Lehrer- und Lehrmittelkammer

Kamala geht hinein, ich kann ihr nicht folgen, zu zweit ist es bedrückend eng in der kleinen Kammer.

Und für mich wird es Zeit. Auf zum Parkplatz.

Klein und zentral, alles, was es braucht und nicht zu viel. Erinnert Ihr euch an die Zeile aus “Wachsender Familienschule”?

Gestützt und aufgebaut durch unsere Lehrerinnen und Lehrer, ein starkes Astwerk, dessen breit gefächerte Aufgaben selten wahrgenommen werden, verzweigte Stützen, um andere ans Licht zu heben.

Dieses kleine Zimmer symbolisiert unbewusst das starke Astwerk,… im Zentrum, verborgen und unscheinbar scheint das ganze Leben darum herum zu sein…. Es zeigt wieder, wie wenig unsere Pädagogen für sich selber beanspruchen.

Parkplatz

Heute bin ich mit dem Auto da, meine Ausrede ist, dass ich die Salatschüssel und den Kochtopf abhole. In Wahrheit war ich zu faul, zuerst nach Hause zu fahren und dann mit dem Fahrrad zu kommen.

Aus Sorge, ich könnte mit meinem rostigen Firmenauto zu viel Platz brauchen, stehe ich drüben beim ÖBB-Parkplatz. Samuel wird sicher jammern, er sei zu müde, soweit zu gehen.

Ich drehe mich um, suche ihn mit meinen Augen, ein Kichern, “Raskall…” er steht hinter mir, hat sich angeschlichen und versteckt: “Papa, wer schneller beim Auto ist…?”

So kann “Mann” sich irren, und ich laufe los…

Drei Gedanken zum Parklatz:

Wer sich selber einen kleinen Gefallen tun will, lässt das Auto bei der Post oder der ÖBB stehen, schon die wenigen Schritte zu Fuß wirken befreiend.

Wer sich selber einen größeren Gefallen tun will, parkt nicht bei den Nachbarn und achtet darauf, ordentlich einzuparken, das vermeidet unnötigen Ärger.

Wer sich selber einen ewigen Gefallen tun will, verzichtet, wo immer möglich, auf das Auto,
eine Freiheit, die sich jeder leisten kann.

Die Parkplätze wurden erst zum Thema durch die zahlreichen Verordnungen, die es zu erfüllen gilt. Und Auflagen hatten wir genug.

Wir mussten mit Händen und Füßen ringen um klein zu bleiben, erst reichte der Platz nicht und es wurde mehr, dann kamen Verpflichtungen an den Brandschutz, die WCs mussten überarbeitetet werden, das Verhältnis der Fenster und des Raumvolumens musste zur Schüleranzahl passen, Lärmschutz, Beleuchtung, Ansprüche,… mehr und mehr… teurer und teurer…

Wir wollten von Anfang an der Schule eine dauerhafte Zukunft ohne finanzielle Ängste geben und kamen immer mehr zu Summen, die nur mit purem Glück zu stemmen waren.

Durch Kürzungen, durch das Vertrauen und durch die tatkräftige Mithilfe der Vereinsmitglieder sowie einer ordentlichen Portion Glück werden wir es auch schaffen.

Denn es macht wenig Sinn die Schule zu parken, genauso wenig wie ein parkendes Auto Sinn macht. (Frei übersetzt bedeutet es: “Sich selbst auf einem dafür vorgesehenen Platz abstellen”.)

Auf dem Weg

Bereits auf dem Heimweg erinnere ich mich an die Entstehungszeit zurück und frage mich, ob wir unsere Erwartungen erfüllen konnten.

Ich verfalle ins Grübeln.

“Papa ? Hast du etwas zu Essen dabei ? “… “Paapaa?”… “Mmmhh,.. ah… Nein… wir sind gleich Zuhause.”

Schlicht und einfach holt er mich in die Realität zurück. Das Hier und Jetzt ist wichtiger. Auch wenn ich alles vor und zurück durchdenke,… so hat mein Sohn uns vielleicht gerade das Leben gerettet, denn im Auto unterwegs sollte ich schon bei mir sein.

Es ist gut, so wie es ist, und Zuhause wartet ein gutes Essen auf uns.

Auch die Familienschule ist “unterwegs”. Eine Schule parkt nicht!

Wir haben einen Weg vor uns, den werden wir gehen, mit Kurven und Geraden, mit Sackgassen und Weiten. Und immer nehmen wir uns selber mit, bis unsere Kinder uns nicht mehr brauchen. Und uns weiterziehen lassen, gestärkt durch das, was wir ihnen geben konnten.

Frohe Fahrt, wachsende Familienschule.