Herzlich Willkommen!

 

Unsere Familienschule in Götzis lebt in einer besonders innig gestalteten, “hoameligen” und wie der Name schon vermuten lässt, familiären Stimmung. Sie wird in diesem Jahr von insgesamt 24 Kindern und ihren Eltern von nah und fern belebt. Ein soziales Miteinander, Lernen als Beziehungskultur und Erziehung als Kunst werden hier groß geschrieben. Gemeinsam werden die Sprösslinge in einem Klassenraum unterrichtet – von der 1. bis derzeit zur 5. Klassenstufe. So dürfen die Kleinen schon ein bisschen mitlauschen, was die Großen so machen, und die Großen dürfen schon Gehörtes vertiefen. (Verschiedene glückliche Umstände haben in jüngster Zeit ein Projekt ins Rollen gebracht, die Schule in naher Zukunft sogar bis zur 8. Schulstufe aufzustocken). Den Hauptunterricht gestalten vor dem tief greifend lebendigen und ganzheitlichen Hintergrund der Impulse der Waldorfpädagogik eine Hauptlehrerin und eine Begleitlehrerin im Teamteaching. Auch sie verstehen sich als immer Lernende… Vier Fachlehrer verstärken die Schule mit den lebenden Fremdsprachen Englisch und Französisch sowie mit Handarbeiten, Werken und Eurythmie.

Das musikalische Element hat einen täglichen Platz im Morgenkreis – zum Beispiel in Form von mehrstimmigem Singen und Blockflöte spielen. So werden die Kinder in einem durch und durch künstlerisch gestalteten, ritualisierten und rhythmisierten täglichen Miteinander Schaffen durch die größeren Rhythmen der Jahreszeiten getragen. Sie lernen nicht nur mit Kopf und über alle Sinne, sondern im Sinne einer ganzheitlichen Pädagogik im Wesentlichen auch mit Herz und Hand. Im Rechnen beispielsweise werden die Einmaleins- Reihen so gelernt, indem wir sie zuerst miteinander chorisch sprechen, rhythmisch mit den Füßen stampfen und mit den Händen klatschen, bevor sie in ein künstlerisch gestaltetes, unliniertes Heft gemalt werden und es mit dem Kopfrechnen los gehen kann…

Der wöchentliche Waldnachmittag ist im Stundenplan fest verankert, wir scheuen kein Wind und Wetter! So haben wir in diesem Jahr schon so Einiges erleben und entdecken dürfen, unter vielem Anderen: edle Steine in der Kalkofenhöhle, alte Schätze in der Burgruine Neuburg, geheime Wege durch die Örflaschlucht, Schutz im Tipi bei Arbogast, Schnee im Wald am Viktorsberg, Bärlauch und Baumharz an sonnigen Hügeln, und von 42 Kinderhänden selbst gepressten sekundenfrischen Apfelmost im Schulgarten. Dort wird in den Pausen das Kinder- “Gasthaus Sonnenschein” bewirtschaftet, während andere Kinder in den Bäumen herumklettern, auf einer Slackline balancieren üben oder Fußball spielen. Ausnahmsweise durften kürzlich sogar alle zusammen auf dem hauseigenen Traktoranhänger mitfahren…