Herzlich Willkommen!

 

 

Unsere Familienschule in Götzis lebt in einer liebevoll gestalteten, “hoameligen” und wie der Name schon vermuten lässt, familiären Stimmung. Sie wird in diesem Jahr von insgesamt 30 Kindern und ihren Eltern von nah und fern belebt. Ein soziales Miteinander, Lernen als Beziehungskultur und Erziehung als Kunst werden hier groß geschrieben.

Durch eine außergewöhnliche Initiativkraft aus der Elternschaft kam im Frühjahr 2016 das Projekt “Schulerweiterung” ins Rollen und führte dazu, dass in kürzester Zeit ein vollständig neues zweites Schulgebäude gebaut wurde, das nun für alle Beteiligten mehr Platz zum Atmen geschaffen hat. (Baublog)
Erwachsene wie Kinder staunen über diese menschenverbindende Schaffenskraft, die beim Bauprojekt sichtbar wurde. Ein Schulmädchen gab ihrer Bewunderung in etwa folgende Worte: “Ich finds unglaublich, wie innerhalb von 7 Wochen einfach ein ganzes Schulgebäude aus dem Boden gestampft wurde”.

Die “Sprösslinge” werden in altersgemischten Gruppen unterrichtet. So dürfen die Kleinen schon ein bisschen mitlauschen, was die Großen so machen, und die Großen dürfen schon Gehörtes vertiefen. Sie haben nun die Möglichkeit, durch all die Jahre bis zum Pflichtschulabschluss (8.Klasse) an der Familienschule begleitet zu werden.

Die Gesamtklasse hat sich in zwei altersgemischte Gruppen geteilt, die zu bestimmten Zeiten zu einem großen Ganzen zusammenfindet; so etwa beim Morgenkreis, zu den Geburtstagsritualen, in den Pausen, beim Turnen und zu den Festen im Jahreskreis.

Den Hauptunterricht gestalten eine Klassenlehrerinnen und ein Klassenlehrer vor dem ganzheitlich lebendigen Hintergrund der Waldorfpädagogik. In zwei Gruppen können Antworten auf die Bedürfnisse der sich entwickelnden Kinder gesucht werden – derzeit gibt es eine 1.-4. Klasse und eine 5.-7. Klasse. Vier Fachlehrer verstärken die Schule mit den lebenden Fremdsprachen Englisch und Französisch sowie mit Handarbeiten, Werken und Eurythmie.

Das musikalische Element hat einen täglichen Platz im Morgenkreis – zum Beispiel in Form von Singen und Blockflöte Spielen. So werden die Kinder in einem durch und durch künstlerisch gestalteten, ritualisierten und rhythmisierten täglichen Miteinander Schaffen durch die größeren Rhythmen der Jahreszeiten getragen.

Sie lernen nicht nur mit Kopf und über alle Sinne, sondern im Sinne einer ganzheitlichen Pädagogik im Wesentlichen auch mit Herz und Hand. Im Rechnen beispielsweise werden die Einmaleins-Reihen so gelernt, indem wir sie zuerst miteinander chorisch sprechen, rhythmisch mit den Füßen stampfen und mit den Händen klatschen, bevor sie in ein künstlerisch gestaltetes, unliniertes Heft gemalt werden und es mit dem Kopfrechnen losgehen kann…

Der wöchentliche Waldnachmittag ist im Stundenplan der Unterstufe fest verankert, wir scheuen kein Wind und Wetter! So haben wir im vergangenen Jahr einiges erleben und entdecken dürfen, unter anderem: edle Steine in der Kalkofenhöhle, alte Schätze in der Burgruine Neuburg, geheime Wege durch die Örflaschlucht, Schutz im Tipi bei Arbogast, Schnee im Wald von Viktorsberg, Bärlauch und Baumharz an sonnigen Hügeln, und von 42 Kinderhänden selbst gepressten sekundenfrischen Apfelmost im Schulgarten. Dort wird in den Pausen das “Kinder-Gasthaus-Sonnenschein” bewirtschaftet, während andere Kinder auf Bäume klettern, auf einer Slackline balancieren üben oder Fußball spielen.
Was wohl dieses Schuljahr für Abenteuer bringen wird…